Das Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz feiert sein zehnjähriges Jubiläum!

Netzwerk Schweiz

Heute, am Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung, feiert das Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz gemeinsam mit Multiplikator*innen, Fachpersonen und Mitstreiter*innen sein zehnjähriges Jubiläum in Bern. An diesem Anlass blicken wir zurück auf Erfolge und Herausforderungen.

Im Jahr 2016 schlossen sich vier Organisationen zusammen, um im Auftrag des Bundes das Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz zu gründen. Dieses wird bis heute von Caritas Schweiz, Sexuelle Gesundheit Schweiz und dem Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern geführt – mit dem Ziel, den Schutz und die Versorgung von gefährdeten sowie betroffenen Mädchen und Frauen in der Schweiz zu gewährleisten. 

Hierzu hat das Netzwerk vielfältige Massnahmen in den Bereichen Beratung, Bildung, Prävention und Information ergriffen: Eine mehrsprachige Informationsplattform wurde aufgebaut. Die nationale Anlaufstelle, welche Beratung für Fachpersonen und Betroffene zum Thema FGM/C anbietet, konnte seit 2016 rund 1200 Anfragen bearbeiten. Um eine möglichst niederschwellige Beratung und Versorgung zu gewährleisten, unterstützte das Netzwerk in den vergangenen Jahren den Aufbau von regionalen Anlaufstellen. Heute gibt es kaum mehr Kantone, welche über keine regionale Anlaufstelle verfügen. Durch die – in enger Zusammenarbeit mit Multiplikator*innen – geleistete Präventionsarbeit konnten rund 2500 Personen im Rahmen von Sensibilisierungsveranstaltungen erreicht werden; ebenso viele Fachpersonen aus dem Gesundheits-, Sozial- und Migrationsbereich hat das Netzwerk im selben Zeitraum geschult. «So ist es uns in den vergangenen zehn Jahren gelungen, ein nationales Kompetenzzentrum zu FGM/C aufzubauen», bilanziert Projektverantwortliche Denise Schwegler. «Betroffene Mädchen und Frauen erhalten heute schneller Unterstützung, und Fachpersonen wissen zunehmend, wie sie bei diesem sensiblen Thema angemessen reagieren können.»

Diese Erfolge sind nur möglich dank vielen Mitstreiter*innen und natürlich den finanzierenden Bundesämtern – dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), dem Staatssekretariat für Migration (SEM) und dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG). Simone Giger, ebenfalls Projektverantwortliche, zieht den Schluss: «Zehn Jahre Netzwerk zeigen: Nur wenn Bund, Kantone, Fachstellen und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen, kann weibliche Genitalbeschneidung wirksam verhindert und Betroffenen dauerhaft geholfen werden.»

Die Medienmitteilung anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Netzwerkes gegen Mädchenbeschneidung Schweiz finden Sie hier: https://www.caritas.ch/de/jubilaeum-netzwerk-engagiert-sich-seit-zehn-jahren-gegen-maedchenbeschneidung-in-der-schweiz/

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https://www.maedchenbeschneidung.ch/netzwerk/stories/das-netzwerk-gegen-maedchenbeschneidung-schweiz-feiert-sein-zehnjaehriges-jubilaeum

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